Warum seid ihr nicht in einer Aids–Hilfe organisiert?
Weil wir unsere Interessen in keiner Organisation vertreten sehen, haben wir uns
gegründet. So können wir unsere Interessen und Themen unabhängig, ungefiltert und in
dem von uns gewünschten Format verfolgen.

 

Kann man bei euch mitmachen?
Ein erster Schritt uns kennenzulernen, kann unser offener Stammtisch sein, der jeden
Dienstag um 19:30 Uhr im Cafe Rubin stattfindet. Trau dich, schau vorbei und hab Spaß!
Du kannst uns aber auch als Gast jeden 3. Freitag im Monat bei der wunderbaren
Positiven Theke im Sub erleben und ansprechen. Neue tatkräftige Mitarbeiter*innen beim
Thekendienst sind immer willkommen.
Auch in der Kerngruppe freuen wir uns auf engagierte Mitarbeiter*innen. Hier ist Interesse
am Thema HIV, Organisationstalent und die Lust, etwas zu bewegen, gefragt.
Zur Kontaktaufnahme oder bei Interesse an der Mitarbeit bei uns, kannst Du uns gern eine
Mail schreiben ( info@muenchnerpositive.de ).

 

Benötigt ihr Spenden?
Klar freuen wir uns über Spenden, um unsere Sachkosten wie Flyer, Banner, Tonanlagen,
Raummiete, etc. bei den diversen öffentlichen Aktivitäten zu finanzieren. Selbst arbeiten
wir alle ehrenamtlich für die Münchner Positiven.
Überweisungen bitte an: Projekt Information e.V. (Verwendungszweck: Münchner Positive)
Sozialbank München IBAN: DE73700205000008845500

 


Warum ist es euch wichtig, mit dem Thema positiv sein so offen umzugehen?
Viele von uns machen es sich in der vermeintlichen Komfortzone daheim gemütlich, was
bedeutet, dass das Thema HIV größtenteils ausgeblendet und verschwiegen wird.
Spätestens beim Arztbesuch in der HIV-Schwerpunktpraxis wird man an das Thema
erinnert. Bei anderen Ärzten gehen die Diskriminierungen schon los, wenn es nach den
Gesundheitsfragen z. Bsp. beim Zahnarzt nur noch den letzten Tagestermin gIbt. Viele von
uns haben Angst, dass man am Arbeitsplatz vom Arbeitgeber oder den Kolleg•innen
diskriminiert wird. Und wenn es um neue Partner•innen geht, stellt man nach dem „HIV-
Outing“ meist verwundert fest, wie schnell sich die Leute zurückziehen und man wieder
allein da steht. Auch in der vermeintlich so toleranten und offenen schwulen Szene wird
das Thema meist ausgeblendet oder es wird hinter der Hand getuschelt. Für viele Heteros
ist das Thema höchstens in der Familie präsent, bei vielen Schwulen ist nicht einmal dafür
Platz.
Aber gerade aus der LGBT-Szene haben wir gelernt, das die einzige Waffe gegen die
Diskriminierung und Unterdrückung das offene Einstehen zu sich selbst etwas verändern
kann. Zusammen mit anderen Betroffen wollen wir daran arbeiten und die Sprachlosigkeit
beim Thema HIV beenden.